Kommunikative Abwärts- und Aufwärts-Spiralen

Die meisten von uns kennen das Phänomen von kommunikativen Mustern, Gewohnheiten und Spiralen. Entweder sind diese durch die Unternehmenskultur verursacht. Gleichermaßen schleichen sich solche Gewohnheiten gerne bei Teams ein, die schon länger zusammenarbeiten. Meeting Mastery bedeutet nun, solche Spiralen - mit Abwärts- und Aufwärtstrend - zu erkennen, um damit umgehen zu können.

 

Einige Beispiele aus der Praxis

 

Abwärts-Spiralen

  • In einem Projekt-Meeting hat man sich abgewöhnt, wirklich Klartext zu sprechen. Demgegenüber stehen häufige Redewendungen, die mit "Man könnte ..." beginnen, häufig ist ein "Ja, aber ...!" zu hören und eindeutige Argumente werden immer seltener dargebracht. Der Vorteil dabei ist, dass man sich gegenseitig mit diesem Kommunikationsstil nicht weh tut. Das Projekt gerät jedoch immer mehr in Schieflage.
  • Eine kontinuierlich stattfindende Sitzung war über lange Zeit dadurch charakterisiert, dass auch immer genügend Humor Platz gehabt hat. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch dieser Humor in Richtung Sarkasmus und Zynismus verändert. Damit ist es für alle schwieriger geworden, wichtige Themen wirklich auszureden sowie zu Entscheidungen zu gelangen. 
  • In einem Meeting wird ein guter Vorschlag eingebracht. Dieser Vorschlag wird jedoch nicht besprochen. Vielmehr wird durch einen anderes Teammitglied sogleich ein weiterer guter Vorschlag eingebracht. Das geht immer so weiter, bis das Meeting zu Ende ist. In der Praxis spricht man hier von Umbringen von guten Vorschlägen durch weitere gute Vorschläge.

Aufwärts-Spiralen

  • Ein Team hat einen hohen Meeting-Standard entwickelt. Es ist jeweils klar, wer die Moderation innehat, welche Zielsetzung vorliegt und welche Themenpunkte zu bearbeiten sind. Eigentlich könnte die inhaltliche Bearbeitung der Themen jetzt beginnen. Im Team hat man sich jedoch dahingehend verständigt, dass vorab immer noch eine Runde geflogen wird, in welcher das Commitment aller eingeholt wird. Auf diese Weise wird erreicht, dass alle Beteiligten wirklich am Thema dran sind.
  • In einem Management-Team war man sich bewusst geworden, dass sich eine zu hohe Problem-Orientierung entwickelt hat. Als Gegenmaßnahme wurde die Vereinbarung getroffen, dass beim Einbringen von Problemen immer gleich auf die Lösung fokussiert wird. Entweder in der Form, dass man darauf hinweist, selbst wirklich keine Lösung zu haben oder mögliche Lösungsvarianten mit aufzeigt. Damit ist es gelungen, eine stärkere Lösungsfokussierung zu etablieren.
  • Ein Aufsichtsgremium hat sich dahingehend entwickelt, ab sofort auftretenden Gegensätzen, Unterschieden und Widersprüchen einen anderen Wert zuzumessen - Widerspruch und Gegensatz soll nicht vornehmlich als Bedrohung, sondern als Chance gesehen werden. Die Sitzungen haben sich insofern verändert, dass nun Widersprüche und Gegensätze nicht einfach unterdrückt bzw. weggewischt werden, sondern entsprechender Stellenwert eingeräumt wird.

Unsere Handlungsempfehlung für Meeting Mastery!

 

Schauen Sie in Ihren Meetings nach, inwieweit sich Abwärts- bzw. Aufwärts-Spiralen identifizieren lassen. Verwenden Sie hierzu unserer Unterstützungsleistungen in Form von Einzelberatungen, Meeting-Supervisionen und Kurz-Vorträgen.

 

Gerne beraten wir Sie in Richtung nutzbringende Spiralen.